Es ist fast ein Monat vorbei. Time flies. Ich liebe mein Leben hier. Endlich hab ich Zeit mich auf mich selbst zu konzentrieren. Mein Leben zu leben. Es ist, als würde ich von außen beobachten, was diese Erfahrung mit mir macht und es ist aufregend zu sehen, wie ich mich dadurch verändere. Ich liebe es hier neue Dinge auszuprobieren. Ich hab angefangen Yoga zu machen. Ich koche und backe ununterbrochen. Ich sitze am Meer, einfach nur so. Ich schreibe viel. Briefe, Tagebuch, das hier. Zu Hause hatte ich nie die Energie und die Motivation, um sowas zu tun.
Natürlich vermisse ich meine Freunde und meine Familie. Mein Papa hat morgen Geburtstag. Eine meiner besten Freundinnen hatte gestern. Ich wünschte, ich hätte den beiden ihre Geschenke selbst geben können. So macht das nun der Postmann. Und ich wünschte, ich könnte ihre Gesichter sehen, wenn sie meine Geschenke aufmachen.
Aber um ehrlich zu sein, macht die Entfernung auch einiges leichter. Ich hab das Gefühl, ich kann offener mit allen reden. Denn irgendwie herrscht ja nun eine gewisse Distanz zwischen uns. Ich sehe alles, was zu Hause los ist objektiver, bin nicht direkt involviert. So bleibt mir auch viel Drama erspart und ich kann mich wirklich voll und ganz auf mich konzentrieren.
Rund um die Uhr kann man das aber ja auch nicht machen. Ich bin froh, dass ich hier Christina kennengelernt habe. Sie ist auch Deutsche, genau wie ich Au Pair und in meinem Alter. Ich mag sie wirklich und wir haben jetzt auch schon ein paar Mal was miteinander gemacht und verstehen uns total gut. Ohne sie, wäre ich grad um einiges einsamer. Aber so geht es mir gut.
ich liebe es, wenn man die zeit hat, sich selbst zu finden oder neu zu erfinden und sich einfach mal einem tapetenwechsel unterzieht.
AntwortenLöschendas braucht jeder irgendwie... :)
xx ali avenue